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7


Name:
Thilske (Thilo.Heier@hnee.de)
Datum:Mi 11 Jun 2014 01:06:23 CEST
Betreff:Die Musik des Universums %26 Der Versuch einer Antwort
 

Die Musik des Universums

Philosophie ist Sein und Nicht-Sein,
eingebettet in das nächtliche Lied des Flusses.

Steigt der Feuerball aus dem Nebel hervor,
offenbart sich das Antlitz des Universums,

bereit zu leben und zu sterben,
bereit zu geben und zu nehmen.

Als sich die scharfe Klinge in die Wahrnehmung
des Rehes drückt, hört es kurz auf zu atmen.
Danach Tumult, Revolution, Veränderung,
das Herz springt, nur weiß es nicht wohin.


Welch Sinn steckt hinter dieser Tat?
Singt die S e l b s t e r f a h r u n g hinter dem Mord,
so wie die Angst unter der Aggression schlummert?
Wir wissen es nicht.
Fängt das Licht an zu dämmern erscheint der Stein der Weisen gewohnt unerreichbar
Und der Seggenrohrsänger scheint weniger zu wissen als wir.
Sein Lied spricht zu uns.

Und wenn hier und da Jemand aufmerksam ist,
berührt die Melodie nicht nur Körper sondern Seele
und wieder ist das Leben ein Schritt weiter,
die Liebe zum einmaligen Moment überschlägt sich,
feiert die Anwesenheit des kleinsten Teilchens,
und streichelt die Seele.
Vom Leben liebkost erhascht sie ein Flüstern:
„Wach auf.“

_________________________________________________________________________________

Der Versuch einer Antwort

Die Musik des Universums

Ein Versuch subjektive Fragen beziehungsweise vermeintlich fremde Denkanstöße mit eventuell ursprünglicher Intention,
die es niemals gab,
zu kombinieren.
~ Thilske

________________
Einleitung

Ich lebe, ich liebe
Ich arbeite, ich studiere
Ich sage, ich frage
Ich wurde geboren, ich werde sterben
Und inmitten dieses Traumes
kitzelt ab und zu ein kleines Geschöpf
meine Neugier, fasst mich in seinen Bann
und lässt mich, wenn an wenigsten erwartet,
eiskalt los. Doch die Welt quillt über vor Wärme
sodass die einzig wahre Kälte nur die Abwesenheit
von Liebe bedeutet und nicht impliziert,


dass die selbige in jeglicher Art und Weise gestört
oder gar intensiver beeinflusst werden kann.
Denn Liebe ist nicht nur Leben, sondern, Bewusstsein, das Absolute, das Sein, die Quelle,
der Stein der Weisen und Gott.

„Sei still und wisse, ich bin Gott“
~ Bibel

„Es sind die gleichen Gegebenheiten, aus
denen mein Geist und die Welt gebildet sind.
Die Lage ist für jeden Geist und seine Welt
die gleiche, trotz der unermesslichen Fülle
der ‚Querverbindungen‘ zwischen ihnen.
Die Welt gibt es für mich nur einmal, nicht
eine existierende und eine wahrgenommene
Welt. Subjekt und Objekt sind nur eines.


Man kann nicht sagen, die Schranke zwischen ihnen sei unter dem Ansturm
neuester physikalischer Erfahrungen
gefallen, denn diese Schranke gibt es gar
nicht.“

„Und nun halten wir dem gegenüber, dass
BEWUSSTSEIN dasjenige ist, wodurch diese
Welt allererst manifestiert wird, ja wir dürfen
ruhig sagen, allererst vorhanden ist, dass die Welt aus Bewusstseinselementen BESTEHT.“

„Der Geist baut die reale Außenwelt der Naturphilosophie (wie auch die des Alltags) ausschließlich aus seinem eigenen, d.i. aus geistigem Stoffe aus.“
~ Erwin Schrödinger

________________
Teil I


Hypothese:
„Erleuchtung nur durch aktive Selbsterfahrung“

Neben der Idee der Leser hätte womöglich einen Teil der Kernessenz verinnerlicht, taucht nur eine Definitionsfrage auf:
Was bedeutet aktiv?
Soll die aktive Selbsterfahrung durch den Verstand beeinflusst werden können?
Oder aber brodelt eine unüberwindbare Kraft unter allem Leben, die nur darauf wartet, dass, mal hier mal da, ein richtiges Zauberwort gesprochen wird?






Ähnliches lässt sich bei der zweiten Hypothese suchen:

Hypothese:
„Selbsterfahrung rechtfertigt „böse Taten““

Um Wiederholungen zu vermeiden, wird knapp geantwortet.

Breitet sich das Universum über den Alltag aus, sucht man Moral, Missverständnis und Leid vergeben.
Einzig die Glückseeligkeit spielt in sich selbst, fast so,
als würd es nichts anderes geben. *

„The secret messages are calling to me endlessly,
They call to me across the atmosphere, they whisper
in your ear, they’re calling everywhere.”
~ Electric Light Orchestra


*Die für diese Absätze verfassten Verse findet der interessierte Leser in dem Vers
„Einfach Absolut“ wieder.




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6


Name:
wolsfrau (aufdemdachderwelt@web.de)
Datum:Fr 22 Nov 2013 00:06:26 CET
Betreff:wenn Gedanken schmerzen
 

In den Lebensabschnitten, in denen die bisherige ganz persönliche sich-sein-Leben-zu-recht-Denken-Harmonie nicht mehr funktioniert, manches der bisherigen So-Sein-Realität oder Wahrnehmung sterben muss, damit neue Erkenntnisse und Verhaltensmuster Platz zum Entwickeln bekommen, um auf das So- Anders-Sein des Gegenüber, der Umwelt angemessener zu reagieren, diese Leben-Tod-Leben-Natur, wie ich sie kennengelernt habe, kann beglücken und schmerzend anstrengen,
furchtbar, wenn es eskaliert, man gejagt wird oder zum Jäger wird und es ums Überleben geht, Lebenskrisen, Chancen,
intensiv das Leben-Spüren-Denken-Atmen, zu dem ich das Bemühen um achtsames Denken zähle, so intensiv, wie die Angst vor dem Tod, Verlassen werden oder dem Unbekannten an sich, für mich fühlte es sich so an, wie ein Baby aus dem Schutz der Gebärmutter, versorgt über die Nabelschnur u.a. auch mit Sauerstoff, seine Geburt nicht beschreiben kann, jetzt achtsames Atmen praktizieren, warum haben wir eigentlich so eine Angst nicht zu atmen, wenn Vertrauen verloren geht, neu gefunden werden will, sich anvertrauen , ist wie geatmet werden, nicht der Wille ist die Voraussetzung, sondern die Hingabe sich zu schenken, dem Leben, damit es andere bestaunen dürfen, einander begegnen,
achtsam, absichtslos, akzeptieren, ein wunderbarer Zustand,
ein ruhiger atmender Geist verbunden mit dem Welten-Viele-Sein, ganz anders eine sich selbst freiwillig versklavte Person, das EGO, die Ablenkungen, Irrungen und Wirrungen des schmerzenden Denkens zu entlarven, ein viel denkender Geist, dieser großen Herausforderungen, der der Geburt des Neuen noch lange kein Geburtshelfer sein kann. Es ist sehr schön, wenn mein So-Sein, Ego, den irdischen Schmerzen flüchtend, manchmal wie im Weltall schwebend, einsam in der Natur streifend und berührt sein, manchmal tagelang, wochenlang ohne Resonanz, als ob mich keiner versteht, eine neue Sprache suchender Geist, Mitgefühl erfährt. Und wieder in den alltäglichen Aufgaben auf- oder abtauchend, sich darin verstecken. So übe ich weiter, weg von meinem Ego zum Wir.

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5


Name:
benno (unicolor.bennoton@t-online.de)
Datum:Do 12 Sep 2013 16:39:05 CEST
Betreff:gott
 

"gott ist nicht tot; er stinkt bloß derzeit."
wer oder was ist 'gott'?

NICHT: der alte mann mit dem weißen bart, der vorsitzende irgendwelcher kirchlicher institutionen,
'jenes höhere wesen, das wir verehren' (dr. murkes gesammeltes schweigen, geiler film!) ...usw...

FÜR MICH: die struktur, die das universum zusammenhält und veränderungen durch sich selbst bestimmt.
astrophysiker (oder wie die heißen) versuchen, diese struktur zu ermitteln; bisher erfolglos;
aber dieser weg ist für mich am erfolgsversprechendsten, siehe 'gottesteilchen'.

theologen (oder ähnliche) versuchen, ihrer jeweiligen gemeinde 'gott' zu erklären und 'gott'
als soziales regulativ einzusetzen, ohne zu wissen, was 'gott' ist.

'gott' zu personifizieren und / oder als bestrafende und belohnende instanz zu verstehen,
ist ein hilf- und sinnloser versuch, die unpersönliche struktur zu anthropomorphisieren
(oder ähnlich, 'menschengleich zu machen').

also: eine bestimmte hoffnung auf 'gott' zu setzen, bringt nix. 'gott' ist wie das wetter ;)

benno

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4


Name:
Holjer (@holgerleisering@yahoo.de)
Datum:Fr 23 Aug 2013 13:07:29 CEST
Betreff:Zu: Wenn Gedanken schmerzen
 

Eine andere, wenn nicht höher geordnete, so zu mindest vorhandene Gott-Kategorie würde ich nicht ausschließen, weil ja sonst der Mensch hier - dieser fragliche Zweibeiner mit Automobil, Döner verputzen und schnell weg gezappter Kriegsberichterstattung am Abend - der letzte Ratschluss aller Dinge wäre; und das kann einfach nicht sein.
Sonst denke ich agnostisch, komme also auch ohne Vordenker nicht aus: Von den Ässenern (Schreibweise unsicher)bis zur Simone Weill also der Gedanke, Gott ist zwar da, kommt aber nicht durch, agiert in unserer Erdkategorie alles andere als allmächtig.

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3


Name:
Kinerae (05-wohru@gmx.ch)
Datum:Mo 29 Jul 2013 17:24:37 CEST
Betreff:Wenn Gedanken schmerzen AW
 

Gedanken über den Sinn des Lebens ist meiner Meinung nach etwas sehr weit verbreitetes. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass sich jeder schon einmal gedanken gemacht hat, warum er auf der Welt ist. Warum die Frage so spannend ist; weil keiner, soweit er sich auch anstrengt, eine zufriedenstellende Antwort finden kann. Das Thema ist rein subjektiv und es gibt nur Meinungen.

Und ja, ich hatte auch die Erkenntnis, dass das Leben genauso nervenaufreibend ist, wie man es selber haben möchte. Gefühle sind etwas, was einen zur Verzweiflung bringen kann. Bei mir war diese Erkenntnis, als jemand, der mir sehr nahe war, gestorben ist. Das schlimme war nicht die Traurigkeit, die darauf folgte; nein, man kommt sich vor wie ein Stein, wenn sie fort ist.

Während dieser Zeit bemerkt man, das die Welt schön ist; das die Welt grausam ist; das sie zum verzweifeln ist; und das die Welt jeden Tag aufs neue seinen Weg geht. Jeden Morgen kann man einen Blick auf seine Mitmenschen werfen, wie sie sich (oft mit unzufriedenen Gesichtern) über triviale Angelegenheiten den Kopf zerbrechen.

Das dritte ist ein Problem, das du und ich uns teilen: wenn ich sehe, über was meine Mitmenschen reden, was sie beschäftigt, wie sie ihr Leben leben, wie sie anscheinend niemals diese Gedanken haben, die mich wie Geister verfolgen, ich würde mir erneut in den Arm beissen. Aber das, was mich am Leben erhält, sind genau diese Gefühle. Das schlimmste, was ich mir vorstellen kann, ist Gefühllosigkeit.

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2


Name:
Sonja (sontschasliff@hotmail.de)
Datum:Di 18 Jun 2013 18:44:03 CEST
Betreff:Wenn die Gedanken Schmerzen....
 

Ja, ich habe diese Erfahrung erst neulich gemacht. Man könnte nicht sagen, dass ich es mit meinem Glauben übertreibe (so ordne ich mich keiner bestimmten Religion zu, gehe nicht zur Kriche oder dergleichen etc.), dennoch glaube ich an Gott und alles Schlechte, was mir bisher passiert ist, hatte für mich einen bestimmten Sinn und hat mich sozusagen geformt. Doch bei kürzlich erfolgten Ereignissen erkenne ich noch keinen Sinn dahinter. Für mich waren meine letzten 4 Monate die Hölle und haben mich weit zurückgeworfen. Dennoch halte ich an dem Glauben fest, dass auch dies einen Sinn hatte, den ich nur noch nicht erfasst habe. Natürlich denkt man auch, dass das eigene Leben im Vergleich zur gesamten Weltgeschichte bedeutungslos und wenig ausschlaggebend ist, aber der Sinn des Lebens ist ja -denke ich zumindest- nicht, für andere etwas zu erreichen bzw. bedeutungsvoll zu werden, sondern einfach zu leben und seinen eigenen Sinn im Leben zu finden, oder etwa nicht? Vielleicht bin ich jetzt auch total an dem Thema, das du meintest vorbeigerauscht. Ich hoffe nicht. =DD

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1


Name:
Dschulia (Schnidder44.Juli@gmx.de)
Datum:So 26 Mai 2013 15:21:32 CEST
Betreff:Wenn Gedanken schmerzen
 

Hallo Jo
also ich habe auch öfter mal so sinnesblicke wo ich aufeinmal denke warum leben wir überhaupt, warum gibt es leben, ich bin dann verwirrt ob ich tatsächlich im jetzt lebe weil mir mein Leben wie ein Traum vorkommt und ich nicht weiß ob das alles real ist. Ich weiß nicht ob du sowas in der art meinst??

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